Broilers „Es gibt keine Hymnen heute“-Tour am 11.03.2017 in Leipzig

Von |2017-08-27T06:19:56+00:0017. März 2017|Kategorien: Neuigkeiten|Tags: |0 Kommentare

Als die Broilers ihre Tour im letzten Jahr mit einem neuem Album ankündigten, war ich mir sehr sicher, dass ich sie live sehen möchte. Ich möchte viele Bands live sehen, doch meist sind Festivals nichts für mich und in anderen Fällen verhindert mein Kopf einfach, dass ich hinfahre, obwohl ich schon Karten habe. Vor allem bei längeren Anreisen ist dies schnell mal passiert.

Leipzig an einem Samstag ist eine Option, denn die Fahrtzeit ist im Vergleich zu Hamburg erträglicher. Die Stadt westlich von Peine wird von mir sehr ungern angefahren und ich bin sowieso kein Fan von der Halle dort, wo die Broilers aufgetreten sind.

Wer mich kennt weiß, dass ich Musik mag und sehr emotional diesbezüglich bin. Ich bin auch kein Fan, der abdreht oder alle Songtexte kennt. Manchmal bin ich froh, wenn ich weiß, welcher Künstler das ist. 😉 Ich gehe zu Konzerten, weil mir die Atmosphäre gefällt und es einfach geiler ist, als sich ständig die Lieder digital anzuhören. Es puscht einfach nochmal ein paar Glücksgefühle in den Kopf, die schön sind. Vor allem frage ich mich jedesmal, was für ein geiles Gefühl es für den Künstler sein muss, wenn tausende vor ihm seine Lieder mitgrölen und ausgelassen feiern.

Im Mai 2016 also eine Karte besorgen lassen für die Broilers in Leipzig und Hoffnung gehabt, dass der Kopf es mir erlaubt, dieses Konzert wahrzunehmen. Je näher der Tag des Konzerts also kam, desto freudiger war ich darauf und hörte mir immer öfter das neue Album (sic!) an, zumal mich Arne – der das Konzert am Dienstag bereits sah – zusätzlich angesteckt hat mit seiner Vorfreude.

Konzerttag

Am letzten Samstag (11. März 2017) war es dann endlich soweit. Es war ein normaler Samstag in Leipzig, die Stadt war voll und das Wetter reichte für knapp 10 °C und viel Wind. Red Bull Leipzig spielte um 15:30 Uhr zu Hause gegen den VfL Wolfsburg und bekam in einem Traditionsduell seine fünfte Niederlage eingeschenkt. Planungstechnisch in meinen Augen total dämlich, weil > 42.000 Fans aus der Red Bull Arena den 12.000 Broilers-Fans entgegen kamen, was für volle Trams und am Bahnhof für Stress sorgte, weil einfach eine zu große Masse Menschen auf einander traf. Wenigstens ist es friedlich geblieben.

Um 18:00 Uhr begann der Einlass an der Arena Leipzig, doch in dieser Zeit schlenderten wir noch durch Leipzig, weil man ja seine Karten schon hatte und bei einer Anreise von sechs Minuten ab Hauptbahnhof sah ich auch keinen Stress. Außerdem geht Kaffee sowieso immer vor! 😀

Also recht spät dann in die Tram eingestiegen und auf den Weg gemacht. Die Einlasskontrollen waren verhältnismäßig schnell erledigt und man fand sich in der vollen Arena wieder.

Kurz vor 20:00 Uhr begann die Vorband Tiger Army, von der ich kaum was mitbekommen habe, weil ich meine doofe Jacke los werden wollte, weil es dann doch wärmer war als erwartet. Haben große Hallen mit vielen Menschen wohl so an sich :D. Aber seine Jacke in den zahlreichen Garderoben abgeben zu wollen gelingt bei 12.000 Menschen sehr schlecht und die Organisation seitens des Veranstalters war unglaublich schlecht. :-/

Etwas Großes stand mir bevor

Als das Intro der Broilers ab 21:00 Uhr erklang und der Vorhang viel, begann etwas, was ich erhofft habe, mir aber so in dieser Form dann doch nicht vorstellen konnte. Die Bühne war nun sichtbar und die Broilers gaben von der ersten Sekunde an Vollgas, was von dem Publikum euphorisch gefeiert wurde. Ich bekam pure Gänsehaut und war geflasht. So etwas geiles und der Start mit Songs „Zurück zum Beton“ und „Tanzt du noch einmal mit mir“ war einfach passend für den Abend.

Das gesamt Konzert war in meinen Augen eine gelungene Mischung aus alten und neuen Songs. In meinen Augen ist das neue Album (sic!) auch vollkommen zurecht auf Nummer eins der Charts, denn die Aussage in einigen Songst müssen wir zusätzlich noch ernst nehmen! Zwar rutschen die Broilers so noch mehr in den „Mainstream“, aber schadet es, wenn Sie bei ihren Wurzeln bleiben und nicht vergessen, woher sie herkommen? Klar bin ich kein Fan der ersten Stunde, aber hey. Wenn jeder dies sein könnte, gäbe es nur große Bands! Außerdem gönne ich es jedem Künstlern, wenn sie mit ihren Werken Geld verdienen und sich mehr als die Butter aufs Brot leisten können.

Das die Band ihre Wurzeln nicht vergessen hat merkte man, denn Sammy suchte immer die Nähe zum Publikum und erzählte zwischen den Songs von früher und den Anfängen in ihrer zweiten Heimat Leipzig. Ein nicht wegzudenkender Halt in jeder Broilers Tour, wie ich mitbekommen habe. Genauer gesagt in den damaligen Conny Island Clubs, die inzwischen zu klein sind, weil der Bekanntheitsgrad der Band einfach zu groß ist. Außerdem war die regionale Nähe zur zweiten Heimat auch mit dem in seinen Worten auch dem einzige „Werbevertrag“ am heutigen Abend mit Connewitzer Rhabarberlikör bekundet.

Nachdenklich vs. Feiern

Die Songs der Broilers laden sowohl zum nachdenken als auch feiern ein und ich wusste, dass es diesen Song geben an diesem Abend geben wird. Ich versuchte mich auch darauf vorzubereiten, aber als Sammy den Song „Ihr da oben“ mit sehr schönen und passenden Worten ankündigte, konnte ich schon vor dem Lied nicht mehr aufhören zu weinen, weil es mich einfach triggert, bewegt und in eine andere Welt abdriften lässt. Ich bin für diesen Song sehr dankbar und weiß, dass er mit seinen Worten recht hat. Jeder der aus unserem Leben geschieden ist wird sich wünschen, dass wir glücklich sind, wenn wir an sie denken. Irgendwann wird der Tag kommen, an dem es nicht mehr so weh tut. Hoffe ich …

Vogt-Fazit

Das Konzert in Leipzig war das bis heute größte Headliner-Konzert der Broilers mit 12.000 Zuschauern und einer ausverkauften Arena Leipzig und sie haben von der ersten Sekunde an richtigen Abriss betrieben. Nach oben gibt es bekanntlich keine Grenzen, aber was ich erleben durfte, war der Wahnsinn. Der riesige Circle Pit in der Arena zu  dem Song „Held in unserer Mitte“, zufriedene, glückliche und verschwitzte Gesichter, keine Schlägereien außer dem üblichen Pogo machen die Welt etwas schöner.

Ines, Sammy, Andi, Ron und Chris haben sich in meinen Augen unsterblich gemacht und ich bin nicht nur zu doof Tickets bei der Deutschen Bahn zu bestellen, doch habe es nun auch mal wieder geschafft Sitzplatzkarten für ein Konzert zu kaufen.

Beim Merch habe ich mir ein „Broilers – League Of Its Own – Flexfit Cap“ gekauft und finde es mega geil! Endlich ein geschlossenes Cap zum verdecken der Glatze. 😀

Ich freue mich auf das nächste Konzert und vielleicht sehen wir uns ja im Sommer am Elbufer in Dresden.

Spotify Playlist

Setlist

  1. Zurück zum Beton
  2. Tanzt du noch einmal mit mir?
  3. Bitteres Manifest
  4. Paul der Hooligan
  5. Die Beste aller Zeiten
  6. Wo es hingeht
  7. Als das alles begann
  8. Ist da jemand?
  9. In 80 Tagen um die Welt
  10. Meine Familie
  11. Harter Weg (Go!)
  12. Zu den Wurzeln
  13. Ihr da oben
  14. Lofi
  15. 33 rpm
  16. Wie weit wir gehen
  17. Keine Hymnen heute
  18. Nur die Nacht weiß
  19. Held in unserer Mitte
  20. Zusammen (Slime cover)
  21. Nur nach vorne gehen

Zugabe

  1. Encore: Heute schon gelebt
  2. Irgendwas in mir
  3. Meine Sache

Zugabe 2

  1. Ruby Light & Dark
  2. Blume
  • Outro (Journey – Don’t stop believing)

Über den Autor:

Mahlzeit, ich bin Christian, wurde im Orwell Jahr 1984 geboren und bin Initiator von aktion100, sowie das "Dokumentationsobjekt", um das es auf dieser Seite geht. Ich nehme euch mit auf meiner Reise vom 232 kg morbide adipösen Mann im Kampf um Normalgewicht. Mir ist ein offener und ehrlicher Umgang auf diesem Weg sehr wichtig und ich mag anderen eine Hilfe sein.

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