Irgendwann hast Du das Gefühl nicht der Fels in der Brandung sein zu können der Du gerne sein willst, sondern der Berg bist, an dem sich Tag für Tag dunkle Gewitterwolken festsetzen und alles um Dich herum verdunkeln. Viele noch so gut gemeinten Worte, Floskeln und Zusprüche kommen nicht an Dich heran, aber jede noch so lapidare Kleinigkeit schmeißen Dich aus der Bahn und machen Dich so wütend, dass Du deswegen am liebsten alles ein für alle Mal hinschmeißen möchtest.

Schlechte Laune ist an der Tagesordnung und auf der Suche nach Verständnis fühle ich mich alleine gelassen. Bin ich so schwierig? Ist es schwer logisch mitzudenken? Füreinander und miteinander auszukommen?

Die Zweifel zersetzen meinen Mut, meine Hoffnung und alles wird Tag für Tag mehr hinterfragt. Wieso?! Der zu gehende Weg scheint klar und logisch aber die vorhandene Angst vor den unbekannten zermürbt die innere Ruhe.

Mein Versuch andere Menschen nicht zu enttäuschen ist in Schieflage. Aufgaben werden liegen gelassen und sich aufzuraffen ist aktuell nicht möglich für mich. Die zusätzliche Dunkelheit von außen macht es nicht besser.

Zudem haben wir Ende Oktober und ich habe mich erfolgreich ein Jahr vor dem Sport gedrückt. Lust und Last sind auf einer merkwürdigen Waage, so dass mich die Situation zwar stört aber ich mich nicht mehr stresse um Belastungen zu haben, die gefühlt – noch – nicht helfen. Klar ist es einfacher gesagt von außen zu sagen was der andere zu tun und zu lassen hat, aber die fehlende Akzeptanz und das fehlende Verständnis helfen nun einmal nicht.

Ich habe noch nicht aufgegeben, aber die nach außen wirkende Stärke und Maske haben erste Spuren vom Kampf davon getragen. Ich darf mein Lachen nicht in der Dunkelheit verlieren, sonst bin ich wohl verloren.