Es wird langsam ernst … Vorstationäre Aufnahme

Es wird langsam ernst … Vorstationäre Aufnahme

Von |2017-08-27T06:20:01+00:001. Oktober 2014|Kategorien: Neuigkeiten|Tags: |3 Kommentare

Das lange Warten neigt sich langsam den Ende zu, heute hieß es dann vorstationäre Aufnahme.

In der “Einladung” stand eine Uhrzeit, wann ich in der Klinik zu erscheinen habe, aber irgendwie war nicht angegeben, wohin man kommen soll. Also bin ich wie sonst auch, direkt zur Adipositaschirurgie und habe mich dort im Sekretariat angemeldet. Nachdem ich erstmal raus gebeten wurde und eine Viertelstunde gewartet habe, wurde ich aufgeklärt, dass ich zur Anmeldung der stationären Aufnahme gehen soll. Total verwirrt schlich ich dann durch die halbe Klinik und meldete mich in der stationären Aufnahme an.

HEH Herzogin Elisabeth Hospital Wartebereich stationäre Aufnahme

HEH Herzogin Elisabeth Hospital Wartebereich stationäre Aufnahme

Ich sollte im Wartebereich platz nehmen, ich würde aufgerufen werden.

Dies erweist sich aber mit einer gewissen Heckbreite als besonders schwierig, vor allem, wenn man die bequemere Variante der Bestuhlung für fette adipöse Menschen gewohnt ist. Allzu lange kann es ja nicht dauern, wenn niemand im Wartebereich ist. Nach gefühlt drei Stunden (es waren zwanzig Minuten) ging es dann zur jungen Dame in die Anmeldung.

“Nehmen sie doch Platz”

Meine Antwort war frei nach Atze Schröder ein genervtes: “Ja nee is klar.” Ach was solls. Stehen macht Spaß! Zum Glück geht der Papierkram recht schnell und man wird in die Obhut einer Oma gegeben, die einen den weiteren Weg lang begleitet. Für mich gibt es die große Runde meint sie. Bin gespannt …

Anlegen der Hodenkapsel

Anlegen der Hodenkapsel

Erste Station war die Röntgenabteilung, dort gab es dann das EKG. Irgendwie machte die Schwester dort diesbezüglich mehr Panik, weil sie es uuuuuuuuuunbedingt einem Arzt zeigen wollte, als es am Ende tatsächlich war.

Sind alle Profis, die wissen schon was sie tun. Hoffe ich …

Weiter ging also die Reise und ich machte mich wieder auf den Weg zur mir zugewiesenen Oma. Die beiden Damen, die diesen Job machen, sind locker über 70 Jahre. Wenigstens kommen sie so raus und haben was zu tun. Oder müssen die arbeiten, weil die Rente sonst nicht reichen würde? Hmm … Nächste Station sollte im 1. OG das Pflegegespräch und die Blutentnahme werden. Pflegegespräch war unspektakulär, Schwester C. war aber cool drauf und hatte auch Humor! Die Zeit bis zur Blutentnahme schien endlos und mangels fehlender Bestuhlung für adipöse Menschen auch relativ anstrengend, da man nicht mehr wusste wie man sich hinstellen soll.

Fairerweise sprachen die älteren Herrschaften mir ihr Verständnis aus und äußerten den Unmut den vorbeilaufenden Ärzten, dass es ja nicht sein kann, dass man stehen muss.

Die Blutentnahme war wie immer spektakulär, da es niemand schafft die richtige Stelle zu finden um mir das kostbare Blut abzunehmen. 😉

Nach einer weiteren stehenden Ewigkeit ging es dann zur Anästhesieärztin, die mich über die Risiken aufklärte und mich informierte, wie der Ablauf ist. Meine Frage ob man dies ohne Narkose machen könne, fand sie wohl merkwürdiger als die Frage, ob jemand aus dem Zoo Hannover dann mit einem Gewehr auf mich schießt um mich zu betäuben. 😉 Auch dort bewies sie genau wie Schwester C. wunderbaren Humor! 😀

Endlich war der Parcours geschafft und ich konnte mich wieder quer durch die Klinik zum Chirurgengespräch machen.

Alles in allem waren es langweilige vier Stunden, die ich primär stehend im Klinikum verbrachte und der kleine Schub der Panik, dass sich die OP verschiebt oder abgesagt wird, waren dann auch zum Glück schnell abgelegt.

Verbesserungsvorschlag bekommt die Klinik von mir, denn man könnte die Prozesse optimieren und zusehen, dass wenn es schon eine Adipositaschirurgie im eigenen Hause gibt, man die zu gehenden Wege kurz hält und für eine angemessene Bestuhlung zu sorgen.

Über den Autor:

Mahlzeit, ich bin Christian, wurde im Orwell Jahr 1984 geboren und bin Initiator von aktion100, sowie das "Dokumentationsobjekt", um das es auf dieser Seite geht. Ich nehme euch mit auf meiner Reise vom 232 kg morbide adipösen Mann im Kampf um Normalgewicht. Mir ist ein offener und ehrlicher Umgang auf diesem Weg sehr wichtig und ich mag anderen eine Hilfe sein.

3 Kommentare

  1. prapse 1. Oktober 2014 um 22:51 Uhr - Antworten

    Zoo Hannover. Du Knaller 😀
    Alles Gute!

  2. Renate 1. Oktober 2014 um 22:59 Uhr - Antworten

    Na, das war wohl kein schöner Tag in Deinem Leben, gell?
    Ich hoffe aber, dass deren OP-Tische ein wenig breiter sind …
    Und danach brauchste sowas eh nicht mehr …

    Dessen bin ich mir nämlich ziemlich sicher! Bis dahin drücke ich Dir aber ganz fest die Daumen!

    Lass Dich ganz fest umarmen! 🙂

    Deine Ma-Rena

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